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DAVID KELLER: Aufzeichnungen des buckligen Sekretärs


172 S., dreamis 2013, ISBN 978-3-905-473-21-6


Inhalt

Der bucklige Sekretär kennt nur eine Aufgabe: Er protokolliert die Taten seines diabolischen Chefs. Dieser hat wieder einmal ein neues Opfer gefunden und versucht nun mit seinen Schergen, die Welt ins Chaos zu stürzen. Eingezwängt in eine enge Kiste, hält der bucklige Sekretär alles fest, ohne darüber nachzudenken. Doch dann schickt sich der Chef an, die schöne Milena zu verführen, in deren Augen sich der bucklige Sekretär unverzüglich verliebt. Er nimmt seinen Mut zusammen und verlässt die Kiste. Als naiver Rebell aus Verliebtheit versucht er, seine Angebetete vor den Fängen des Chefs zu bewahren. Doch seine Reise entwickelt sich anders als erwartet: Nur durch zufällige Bekanntschaften findet er einen Weg durch eine Welt, die aus den Fugen gerät. So verwickelt er sich in einen Kampf mit dem übermächtigen Chef, stösst auf seltsame Gestalten und Menschen, die ihn untersützen, bis schliesslich sogar Berge zersplittern. Und da er es nicht anders kennt, hält er in seinem Tagebuch alle Geschehnisse fest. Nur langsam entdeckt der bucklige Sekretär, dass selbst er als Aussenseiter eine wichtige Rolle spielt.


Extrakt

45. Tag. Dunkelheit, endlos. Unser flackerndes Licht nur eine mickrige Machtquelle ihr gegenüber. Wir wissen nicht, wo wir sind. Gestrandet in den undurchschaubaren Höhlen des Berges… Schutzlos an dem Ort, der uns Zuflucht sein sollte. Die Schreie der andern sind zu einem Wimmern verkrüppelt, das sich durch die stickige Luft zwängt und zu uns zurückkehrt, uns auslacht. Wir wissen nicht, wo wir sind… Und ich habe Angst, sobald ich in die dunklen Gänge blicke, denn dort bewegen sich Schatten an den Wänden. Ich sehe, wie sie sich deutlich abheben, indem sie die schwarze Oberfläche zum Vibrieren bringen. Es wäre einfacher gewesen, mit dem Alten im giftig grünen Gewitter zu sterben. Selbst Mari-Lou weiss es: Sie starrt ins verkümmerte Licht wie in ihre sterbende Hoffnung. Sie treibt uns nicht mehr an. Lange Gänge, Verzweigungen, dumpfe Töne. Und jeder Schritt ein panikartiger Reflex, man könnte etwas in diesen Abgründen aufwecken. Das Atmen fällt schwer in der überhitzten Feuchte und die Stummheit des Steins legt sich auf unsere Haut, erdrückt uns. Der Berg ist nicht unsere Sicherheit und wir sind in ihm drin… nahe an unserem Ende eingeschlossen. Niemand will weiter gehen, so dass es den Anschein hat, wir hätten uns zum Sterben in diesem Gang niedergelassen. Sterben… und nicht wissen wo? Nein! Nein, irgendetwas reisst an mir und befiehlt mir aufzustehen, weiter zu machen. Das ist noch lange nicht das Ende.


Weitere Infos

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